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28-09-09

Bundes- und Landtagswahl 2009: Deutlicher Sieg für die FDP

 


Die Schwarzenbeker Sozialdemokraten verfolgen im Festsaal des Rathauses entsetzt die Wahlergebnisse in Land und Bund. Vorne rechts Josefin Francke. Foto: Susanne Nowacki

Schwarzenbek (no) – »Das ist eine Katastrophe. Damit haben wir erneut keinen Vertreter in Land und Bund«, sagt Josefin Francke. Erste Prognosen zu den Landes- und Bundestagswahlen zeigten auf der Leinwand im Schwarzenbeker Rathaus deutlich die schlechten Zahlen für die SPD, als SPD-Landtagskandidatin ‧Josefin Francke schon klar war, dass ihre Partei nicht das angestrebte Ergebnis der weiteren Regierungsbeteiligung erreichen würde. Sowohl in Berlin als auch in Kiel wird die SPD künftig in der Opposition die Gründe für das desaströse Ergebnis analysieren müssen.

Immerhin erreichte Franke als Neuling in der Landespolitik in ihrer Heimatstadt einen Gleichstand mit dem bereits etablierten CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Schlie. Beide erhielten 34,7 Prozent in Schwarzenbek. In Schwarzenbek-Land gewann Schlie mit 42,9 Prozent (CDU 36,7 Prozent) gegenüber Francke mit 26,4 Prozent (SPD 21,9). Schlie gewann im gesamten Wahlkreis (90 Wahlbezirke) 40,3 Prozent (CDU 34,3 Prozent), Francke 29,1 Prozent bei den Erststimmen, SPD bei den Zweitstimmen 24,0 Prozent.

 Über ihren guten Platz 3 auf der Landesliste sitzt die Schwarzenbekerin Ellen Streitbörger für Die Linke im Kieler Landtag. Sie erreichte 5,8 Prozent der Erststimmen, genau wie ihre Partei im Wahlkreis Lauenburg-Mitte. Wolfgang Fuß aus Kuddewörde war für die Freien Wähler angetreten und erhielt 2,2 Prozent, die Freien Wähler in seinem Wahlkreis 1,3 Prozent.

Im Bundestagswahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd siegte erwartungsgemäß Norbert Brackmann (CDU) aus Lauenburg mit 36,8 Prozent vor Gesa Tralau (SPD) mit 31,5 Prozent. Die Sozialdemokratin aus Hamberge erreicht vermutlich wegen des schlechten Ergebnisses der SPD auch keinen Platz im Bundestag über die SPD-Landesliste. Doch das war bei Redaktionsschluss noch nicht endgültig klar.

Geschafft haben es Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) aus Bäk bei Ratzeburg, die damit ihre Arbeit im Bundesparlament fortsetzen kann, und Dr. Konstantin von Notz (Grüne) aus Mölln, der jetzt als Neuling Bundespolitik für den Kreis Herzogtum Lauenburg machen kann. Happach-Kasan hatte sich Unterstützung in Berlin bei ihrer Arbeit für das Herzogtum gewünscht. »Gemeinsam können wir mehr erreichen. Andere Kreise arbeiten da besser zusammen und erreichen auch mehr für ihre Bürger, als es mir bisher als Einzelkämpfer möglich war.« Die CDU erreichte bei der Bundestagswahl im Kreis 29,6 Prozent, SPD 27,0, FDP 17,3, Grüne 11,6, Die Linke 9,6, Piraten 2,2, NPD 1,6, Rentner 1,0, DVU 0,1.



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