26-04-10
Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2008
Endlich vom Kreis genehmigt
Schwarzenbek (no) – Durch die Arbeit des Gemeindeprüfungsamtes haben sich einige Verschiebungen in der von der Stadt Schwarzenbek aufgestellten Eröffnungsbilanz über städtisches Vermögen und Schulden ergeben. Als eine der ersten Kommunen hatte sich Schwarzenbek auf den Weg gemacht, um die Buchhaltung von der traditionellen Kameralistik auf die moderne, in der Wirtschaft genutzten doppelten Buchführung (»Doppik«) umzustellen.
Dabei lag noch einige Ungewissheit in den Bewertungsansätzen.
Wie lange ist eine Straße nutzbar? Welche Abschreibungsdauer setzt man an, um die jährlichen Abschreibung zu errechnen? Kann eine Straße den Wert »Null« erreichen? Tatsächlich ist eine Straße weiterhin nutzbar, auch wenn sie in der Bilanz nur noch mit einem Euro als Erinnerungsposten geführt wird. In der Wirtschaft erhöhen diese »stillen Reserven« den Wert des Unternehmens. Aber im Eigenkapital erscheinen diese Reserven nicht, nach außen erscheint der Firmenwert zu sinken. Und so rutschte auch das Eigenkapital der Stadt Schwarzenbek von 28 Millionen auf 20 Millionen. Alles städtische Eigentum musste Kämmerin Kathrin Kipke mit dem Entstehungsjahr und den tatsächlichen Herstellungskosten ansetzen. Der tatsächliche Zustand der Objekte und Straßen am 1. Januar 2008, dem Stichtag der Eröffnungsbilanz, war dabei nicht mehr (wie ursprünglich angesetzt) von Interesse. Die Nutzungsdauer der Straßen wurde statt auf 30 jetzt auf 40 Jahre angesetzt.
Das vom Kreis genehmigte Anlagevermögen Schwarzenbeks beträgt 58,5 Millionen Euro (statt 63 Millionen des städtischen Entwurfs). Sachanlagen stehen mit 53,5 Millionen Euro zu Buche. Dazu gehören neben dem Infrastrukturvermögen von 22,7 Euro Millionen das Rathaus (3,84 Millionen Gebäude, 133.000 Euro Grundstück), die Kita's Kichererbse und Konfetti (insgesamt 1,7 Millionen Euro), Jugendtreff (92.332 Euro Gebäude, 13.190 Euro Grundstück), Schulgebäude (altes Gymnasium, Realschule, Compeschule, zusammen neun Millionen Euro), Sporthalle Buschkoppel (2,924 Millionen Euro), Feuerwehrgerätehaus (1,461 Millionen Euro Gebäude, 133.000 Euro Grundstück), Fußgängertunnel Bahnhof (2,595 Millionen Euro).
Neben dem Eigenkapital von 20,665 Millionen Euro (30,29 Prozent der Bilanzsumme) und Sonderposten von 24,2 Millionen stehen auf der Passivseite der Bilanz per 1. Januar 2008 knapp 18 Millionen kurz- und langfristige Verbindlichkeiten der Stadt. Die Bilanzsumme von Eigen- und Fremdkapital beträgt 68,214 Millionen Euro.