05-12-06
Neue Wege für die Aumühler Schule
Im kommenden Jahr, am 15. Februar 2007, soll das neue Schulgesetz in Kraft treten. Welche Auswirkungen kann das auf die Schule in Aumühle haben? Carmen Giesen, Konrektorin in Schulleitung und Claudia Rößler als stellvertretende Schulleiterin haben Antworten.
»Die Aumühler Grundschule ist vom neuen Schulgesetz nicht betroffen, aber die Realschule«, erklärt Carmen Giesen.
Aus dem bisher bestehenden Schulsystem mit Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule wird das Modell »Zwei Plus«: Das heißt, es gibt die Regionalschule und das Gymnasium plus Gemeinschaftsschulen (wenn es der Schulträger wünscht).
Eine der wesentlichsten Veränderungen ist die Zusammenführung der Haupt- und Realschulen zur Regionalschule. Diese Maßnahme soll bis 2010/2011 vollzogen werden. Damit wird es in Zukunft die Hauptschule, die inzwischen von allen Schulformen den schlechtesten Ruf hat, nicht mehr geben. Geplant ist, dass alle Kinder gemeinsam die Orientierungsstufe der Klassen 5 und 6 besuchen, danach entscheidet sich, wer innerhalb der Regionalschule den Bildungsgang »Hauptschule« für die Klassenstufen 7 bis 9 besucht und wer den Bildungsgang »Realschule« für die Klassenstufen 7 bis 10 wählt. Parallel dazu gibt es weiterhin das Gymnasium, allerdings mit einer Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur von bisher neun auf acht Jahre.
»Wir können uns vorstellen, dass die Aumühler Schule zu einer Regionalschule wird«, so Carmen Giesen. Auch eine Offene Ganztagsschule mit Unterricht und Betreuung von 8 bis 15 oder 16 Uhr ist im Gespräch. »Wir wollen uns als Schule den gesellschaftlichen Bedingungen anpassen«, erklärte Claudia Rößler. Dafür werden viele Veränderungen – auch bauliche – notwendig sein.