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09-01-07

Karte rein – Packung raus

 


Seit 1. Januar: nur noch mit Karte.

Mölln (ik) – Seit dem ersten Januar wird sich kein Zigarettenautomat mehr damit zufrieden geben, dass man ihn mit dem fälligen Geldbetrag füttert. Bevor die Käufer ihre Schachtel bekommen, müssen sie zuerst nachweisen, dass sie mindestens sechzehn Jahre alt sind. 500 Tausend Zigarettenautomaten deutschlandweit werden mit dieser Sperre ausgerüstet. Sie soll Jugendliche vom Rauchen abhalten. Allein in der Region um Mölln werden von dem Unternehmen Wilhelm Kempke & Sohn 319 Geräte auf die neue, jugendsichere Technik umgerüstet. Kosten von 380 Tausend Euro.

Vorbei die alten »Ritsch-Ratsch« Automaten – heute sind es Computer mit einer ausgefeilten Software. Das hat natürlich seinen Preis: Unter 2.500 Euro ist so ein »Automaten-Computer« nicht zu haben. Die geschäftsführenden Gesellschafter, Ulrich Kempke und Thomas Hansen, luden zur Generalprobe eines nagelneuen, jugendsicheren Automaten in das neue Restaurant »Pinoccio«. Hier konnten sich auch Bürgermeister Wolfgang Engelmann und Bürgervorsteherin Lieselotte Nagel von der neuen Technik überzeugen. »Raucher müssen sich umgewöhnen und ausweisen«, so Kempke, »es reicht nicht mehr, vier Euro einzuwerfen. Wer Zigaretten ziehen will, benötigt eine ec-Karte mit dem goldfarbenen GeldKarte-Chip und Jugendschutzmerkmal.« Somit ist sicher, dass der Jugendschutz gewährleistet wird. Auch Engelmann begrüßt diese neue Technik. Schon vor Jahren wurden in Mölln auf öffentlichem Grund keine Zigarettenautomaten mehr aufgestellt. Matthias Masch (Bereichsleiter Firmenkunden Volks- und Raiffeisenbanken eG, Mölln) macht deutlich, dass nur ec-Karten mit GeldKarte-Chip über das Jugendschutzmerkmal verfügen können – und selbst bei diesen Karten ist es nicht garantiert, denn es hängt von dem die Karte ausstellenden Kreditinstitut ab, ob die Karte das erforderliche Jugendschutzmerkmal trägt. Verbraucher sollten sich hierüber bei ihrem Kreditinstitut informieren. Schon seit 1997 hat der Berufsverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller, dessen Mitglied Kempke & Sohn ist, sich zur Verantwortung für den Jugendschutz bekannt. Seit dieser Zeit wurden bundesweit rund 15.000 Zigarettenautomaten im Umfeld von Schulen entfernt.



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