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07-05-09

Interessen der Senioren vertreten

 


Lieselotte Nagel, Helmuth Schmidt, Wolfgang Engelmann hoffen auf eine regen Wahlbeteiligung.

Mölln (ik) – Alt sein, Senior sein. Mit dem Älterwerden ändern sich die Bedürfnisse und Interessen der Menschen, wie auch die Möglichkeiten, die eigenen Rechte und Wünsche durchzusetzen. Teils aus körperlicher oder geistiger Verfassung, teil aus Unwissenheit. Denn wer kann schon alles wissen? Die jüngere Generation ist in der Regel im Vorteil, denn das Internet – das meist auch von jüngeren Menschen genutzt wird, bietet ein riesiges Auskunftspotential. Vielen »Alten« ist das nicht möglich, denn zu ihrer Zeit war das Internet nicht so verbreitet oder noch gar nicht vorhanden. Neulernen, hinzulernen, sich mit neuen technischen Dingen zu befassen ist nicht für jeden Senior solch eine Selbstverständlichkeit wie für jüngere Menschen. Die Wissenslücke der Gegenwart ist da.

Trotzdem wollen ältere Menschen informiert sein oder werden, was ihre Belange betrifft. Damit die Senioren in unserer Gesellschaft »mitten drin« sein können, wurden Seniorenbeiräte gegründet. Die ersten vor 25 Jahren. Der Seniorenbeirat der Stadt Mölln besteht seit 1989. Zu vielfältigen Themen und aktuellen Fragen gibt der Seniorenbeirat Auskünfte, wie beispielsweise zu Themen der sozialen Absicherung, Kontakte zu Kreisbehörden, der Bürgerbeauftragten des Landes und zum Pflegeberatungsbüro. Auch Gespräche mit der kassenärztlichen Vereinigung, unter anderem über die Facharzt-Versorgung in Mölln mit einer kardiologischen Praxis, dem öffentlichen Personennahverkehr, Verkehrssicherheitshinweise, Tipps für die Aktiv-Region Nord, Energieversorgung, Beratungsgespräche mit den Bauträgern für »Betreutes Wohnen«, Einzelberatungen im Büro (Stadthaus – Seniorenbeiratsvorsitzender Helmuth Schmidt) und vieles mehr. Der Seniorenbeirat arbeitet mit an der Kreispflegekonferenz, nimmt an Sitzungen des Landesseniorenrates teil und führt Gespräche mit den Krankenkassen. Das ist nur ein kleiner Teil des Tätigkeitsfeldes der Seniorenbeiräte. In Schleswig-Holstein gibt es zurzeit 116 kommunale Seniorenbeiräte / Seniorenräte (Tendenz steigend) mit sehr vielschichtigen Tätigkeitsfeldern.

Der Seniorenbeirat besteht aus mindestens fünf und höchstens zehn öffentlich gewählten Mitgliedern. Die Wahlzeit beträgt drei Jahre. In speziellen Anliegen berät der Seniorenbeirat auch die politischen Ausschüsse der Stadt Mölln. Seit sechzehn Jahren vertritt Helmuth Schmidt in Mölln die Interessen der Senioren. Ein Mann, der inzwischen Bescheid weiß, »wo der Hase läuft«.

Doch nun ist es an der Zeit der Neuwahl. Aufstellen lassen kann sich jeder, der seinen Hauptwohnsitz in Mölln hat und über sechzig Jahre alt ist. Bis zum 11. Mai müssen die Vorschläge im Stadthaus eingegangen sein, beziehungsweise sich die Kandidaten dort zur Aufstellung gemeldet haben. Nach Aufstellung der Kandidaten schreibt die Stadt alle Einwohner (mit 5.800 fast ein Drittel) über sechzig Jahren an, die »ihren Kandidaten« wählen können und bis zum 8. Juni den ausgefüllten Stimmzettel im Stadthaus abgeben (oder hinschicken) sollten. Das Ergebnis wird am 9. Juni bekannt gegeben.

Auch der 77-jährige Helmuth Schmidt wird sich wieder der Wahl stellen. Wichtig ist, dass sich möglichst viele Senioren an der Wahl beteiligen, denn der Seniorenbeirat sieht sich als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern. Schmidt: »Seniorenbeiräte sind das Sprachrohr für uns ältere Menschen.«



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