01-08-08
Integration ist das Stichwort
Mölln (ik) – Es ist so weit: Nach zwölf Monaten Bauzeit ist die Mensa auf dem Möllner Schulberg eröffnet. Damit realisiert die Stadt Mölln die modernste Schulmensa des Landes. Durch große Fensterflächen, hell und lichtdurchflutet, zeigt sich der Speisesaal mit zweihundert Sitzplätzen auf zweihundertsechzig Quadratmetern. Täglich frisch zubereitetes und abwechslungsreiches Mittagessen und Frühstück wird den Schülern nun angeboten. Die moderne, behindertengerecht ausgestattete Gastronomieküche wird durch das Lebenshilfewerk Mölln – Hagenow GmbH betrieben. Hier können bis zu siebenhundertfünfzig Essen zubereitet werden. Im Ausgabebereich können die Schüler sogar zusehen. Als einzigartiges Integrationsmodell in Schleswig-Holstein ist die Kooperation mit dem Lebenshilfewerk gelungen. Die Stadt Mölln baut die Mensa und das Lebenshilfewerk pachtet und bewirtschaftet die Küche. Dadurch sind zwanzig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstanden. »Die Integration lief von ganz alleine, ein Lächeln und ein Hallo waren das Minimum«, so die Schülervertreter Catharina-Constance Haack und Hauke Sieg.
Nach dem Umzug der provisorisch eingerichteten Mensa im Gymnasium in das neue Gebäude, fehlten den Schülern die Freunde mit dem Geklapper vom Geschirr. Wo waren sie? Doch sie sind noch da – in der neuen Mensa. Bürgermeister Wolfgang Engelmann informierte in seiner Ansprache, dass mit dem Schuljahr 2005/06 in Mölln mit dem offenen Ganztagsangebot begonnen wurde. »Bereits im Vorfeld war klar, dass zu einem vollständigen Angebot auch eine vernünftige Mittagsverpflegung gehört. Bereits am 21. April 2005 gab es einen Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung zu dieser Mensa. Schnell lag die Kostenermittlung vor und bereits am 28. Juni 2005 wurde auf Grundlage dieser Kostenermittlung beim Kreis der Antrag auf Förderung aus dem Programm »Zukunft, Bildung und Betreuung« gestellt und schnell in die Prioritätenliste des Landes aufgenommen«, so Engelmann. Auch Kreispräsident Meinhard Füllner lobte die Mensa und erinnerte an vergangene Zeiten, an denen die Schüler nach Schulschluss zum Essen schnell nach Hause mussten – heute aber wartet in vielen Familien kein Mittagessen mehr auf die Kinder. »Wir kommen mehr und mehr dahin, dass die Schule ein Ganztagsaufenthaltsort wird«, prophezeit Füllner. Auch Schulrat Dierk Jord war voll der lobenden Worte: »Die Schulen in Mölln zeichnen sich aus, durch das Engagement aller Beteiligten und die Vernetzung aller Schulen untereinander.«
Untermalt wurde diese denkwürdige Veranstaltung durch verschiedene musikalische Darbietungen einiger Schüler verschiedener Klassenstufen. Einige Daten: Grundsteinlegung: Juni 2007. Baukosten: Zirka 2, 7 Millionen Euro. Grundfläche: 900 Quadratmeter.