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01-07-08

Viele Lieblingsbücher zum Welttag des Buches - Möllner lesen für Möllner

 


In Zusammenarbeit mit der Sprecherin des Literatur-Beirates, Susanne Backhaus, präsentierten Kulturreferentin Rita Strate sowie Augustinum-Bewohnerinnen Jutta Venus und Marianne Fuchs auf der dritten Station des Lesereigens zum Welttag des Buches hochkarätige Prosa. Foto: Ursula Braun

Mölln (br) – Deutschlandweit feierten Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen am Welttag des Buches ein großes Literaturfest. Auf Lesungen und Bücherpartys trafen sich Bücher-Fans, um ihre Lese-Begeisterung zu teilen und auch andere dafür zu gewinnen. Das gelingt von Jahr zu Jahr besser, denn der von der UNESCO 1995 zum weltweiten Feiertag erklärte ursprüngliche Ehrentag für den Heiligen Georg, demzufolge am 23. April Bücher und Rosen verschenkt wurden, findet immer mehr Anhänger.

In Mölln fanden die Leserunden erst im vergangenen Jahr ihren Auftakt. In diesem Jahr ging es nun in die zweite Runde. Der Literatur-Beirat der Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte dazu vier Austragungsstätten zusammengestellt, an denen über den Tag verteilt sechs Möllner ihre Lieblingsbücher vorstellten. »Wir wollen damit die Leselust anregen«, führte Susanne Backhaus, Sprecherin des Literatur-Beirates, aus. Dieser Anregung folgten insgesamt 100 Literaturfreunde, darunter auch 50 Realschüler, für die Michael Packheiser, Leiter des Möllner Museums, aus dem Buch »Mein Freund Julian« von Klaus Kordon vorlas. Den geschichtlichen Hintergrund des Sujets Nazi-Zeit hatten bereits die Klassenlehrer Jörg Rüdiger Geschke und Carola Vogtländer aufbereitet und erhielten dazu von Packheiser einen Gutschein über 100 Euro und ein Kordon-Buch für die Schul-Bibliothek. Ziel dieser Geschenkaktion ist es, die Literaturbestände in den Schulen zu fördern.

Zur zweiten Station des Lesefestes war das pittoreske Markt-Café im Zentrum von Mölln auserkoren. Hier lasen Petra Busse und Dorothee Malkus von der Möllner Bücherei aus Lyrikbänden von Heinz Erhardt und Joachim Ringelnatz vor.

Danach ging es an den Rand der Eulenspiegelstadt in das elegante Foyer des Augustinums. Dort hatten sich rund 40 Gäste zusammengefunden, um zwei passionierten Buchliebhaberinnen zuzuhören, die zusammen mit Kulturreferentin Rita Strate mit drei kontrastreichen Erzählungen für hochkarätige Kurzweil sorgten. Den Auftakt machte die ehemalige Rektorin einer Grundschule, Jutta Venus, mit der Prosa »Die unwürdige Greisin« von Bertold Brecht. Ihr folgte die frühere Bibliothekarin Marianne Fuchs.

Sie stellte die humorige Geschichte »Die Bluse« von Harry Schmidt vor. Als letzte erfreute Strate selbst die Zuhörer mit der köstlichen Beschreibung einer bekannten Hamburger Fischbratküche aus der Anthologie »QQ« des zeitgenössischen Autors Max Goldt.

Den Abschluss des Tages gestaltete wiederum Michael Packheiser, der im Eulenspiegel-Museum rund zehn Besucher mit den spöttisch-derben Geschichten des Nasreddin Hodscha – bekannt als türkisches Pendant zum Eulenspiegel – faszinierte.



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