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31-05-07

Zeitreise auf dem Möllner Mühlenplatz

 


Die bunten, teilweise internationalen, Abzeichen an diesem Triumph TR 5 Bj. 1968 sind Zeugnis von seinen weiten Reisen.

Zu seiner Zeit wahrscheinlich ein wirkliches "De Luxe"-Fahrzeug: Ford A Coupé De Luxe Bj. 1930. Fotos: Inga Kronfeld

Mölln (ml) – An einem ganz normalen Sonnabendmorgen erlebte der Möllner Mühlenplatz eine Zeitreise: Rund einhundert Autos und Motorräder, deren Entstehungsjahre lange Zeit zurück liegen, füllten den Platz, als sei es das normalste von der Welt.

Dass es doch nicht so ganz normal war, bewiesen die vielen Zuschauer, die gekommen waren, um den Glanz der von ihren Besitzern liebevoll gepflegten Schmuckstücke zu erleben und bestaunen. Die 24. »ADAC-Tour de Nostalgie«, die in Trittau startete und durch einen Teil des Kreises nach Mölln und wieder zurück nach Trittau führte, präsentierte wunderschöne Oldtimer. Unter anderen ein Ford-Coupé von 1930 aus Schweden, ein Jaguar SS1 von 1935 aus Norddeutschland, ein Peugeot Sportwagen von 1907 aus Belgien sowie ein Harley-Davidson-Gespann von 1921 aus der Umgebung und eine 500er BMW von 1927 konnten hier bewundert werden.

Aber auch die Fahrer passten sich ihren Fahrzeugen an, nicht nur in der Kleidung – der älteste Teilnehmer im vergangenen Jahr war ein 78-jähriger Motorradfahrer. Die »ADAC-Tour de Nostalgie« ist eine Veteranenfahrt mit restaurierten Fahrzeugen der Vor- und Nachkriegszeit.

In jedem Jahr kann der Veranstalter, der M.S.C. Trittau im ADAC, auch ausländische Motorsportfreunde mit ihren Fahrzeugen begrüßen, die den oftmals weiten Weg mit ihren chromblitzenden Lieblingen, nach Trittau nicht scheuen. Die Teilnahme unterlag genauen Regeln: es musste eine vorgegebene Strecke gefahren werden. Innerhalb einer Gleichmäßigkeitsprüfung ist die Aufgabe möglichst gleichmäßig mit dem angegebenen Schnitt zu fahren.
Die Länge der Strecke zwischen Start und Zeitmessung ist den Teilnehmern nicht bekannt. Für jede Sekunde Abweichung von der Idealzeit gibt es 0,1 Strafpunkt. Damit niemand schummelt, stehen an der gesamten Strecke Kontrollposten, die die Vorbeifahrt der Teilnehmer durch einen Stempelabdruck in der Bordkarte bestätigen. Jeder fehlende Stempel brachte zehn Strafpunkte. Der Sieger bekam den Wanderpokal für den »Großen Preis von Trittau«. In diesem Jahr konnten Walter Treser mit seiner Tochter Tanja, als Beifahrerin, den Sieg in ihrem Audi »Treser quattro Roads« mit nach Hause nehmen.



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