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07-06-12

Berufliches Förderzentrum kommt

 


Dr. Michael Riederer, Hans-Joachim Grätsch, Bürgermeister Frank Ruppert, die Stadtverordneten Jürgen Heitmann, Gerhard Moldenhauer und Eberhard Schröder und bei Vertragsunterzeichnung. Foto: Lebenshilfe Mölln-Hagenow

Schwarzenbek (no) – Vor einigen Tagen fand in den Räumen der Centa Wulf Schule am Hans-Koch-Ring in Schwarzenbek die Unterschrift für den neuen Mietvertrag zwischen der Stadt Schwarzenbek und dem Lebenshilfewerk statt in Anwesenheit von Schwarzenbeks Bürgermeister Frank Ruppert, Stadtvertretern, Dr. Michael Riederer (Leiter Fachdienst Eingliederungshilfe) als Vertreter des Kreises, dem Geschäftsführer des Lebenshilfewerks Hans-Joachim Grätsch, Fachbereichsleiterin Arbeit Ines Senftleben, der Schulleiterin der Centa Wulf Schule Viola Hüfner, zukünftigen Teilnehmern und Peter Kube als zukünftigem Leiter des Beruflichen Förderzentrums.

Frank Ruppert, Hans-JoachimGrätsch und Dr. Michael Riederer hoben in ihren Ansprachen die Bedeutung des Beruflichen Förderzentrums hervor, um im Sinne der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen die beruflichen Bildungschancen für Menschen mit Behinderung zu verbessern und um Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen eine Teilhabe am Arbeitsleben durch ein neues, spezielle Angebot zu ermöglichen. Betont wurde auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Schwarzenbek und dem Lebenshilfewerk. »Mit der Schaffung des Beruflichen Förderzentrums Schwarzenbek stellt sich das Lebenshilfewerk neu auf«, erläutert Peter Kube. »Ziel ist, berufliche Bildung in den Werkstätten des Lebenshilfewerks vielschichtiger und offener zu gestalten, um Menschen mit Behinderung eine optimale »Teilhabe am Arbeitsleben« zu ermöglichen.«

Vergleichbar mit dem dualen Ausbildungssystem werden jeweils einem Drittel der insgesamt 40 Berufsbildungsteilnehmer des Lebenshilfewerks aus dem gesamten Kreisgebiet Angebote gemacht. Dies können Lese-Rechtschreibkurse, soziales Kompetenztraining, handwerkliche Grundkurse oder auch Bewerbungstrainings sein. Die Angebote werden auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse der verschiedenen Personenkreise ausgerichtet. Nach den Schwarzenbeker Werkstätten für seelisch behinderte Menschen an der Röntgenstraße, der Bewirtschaftung der Mensa der Grund- und Gemeinschaftsschule ist das Berufliche Förderzentrum nunmehr das dritte Projekt des Lebenshilfewerks in Schwarzenbek.

Für Schwarzenbek hat dies positive Auswirkungen auf den Stadthaushalt, der durch den Umzug des Centa-Wulf-Förderzentrums in die Verbandsschule Nordost jährlich 70.000 Euro Mietzahlungen einsparen wird. Die Lebenshilfe plant, die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Ines Senftleben hat im Sozial- und Kulturausschuss ein Konzept für die weitere Nutzung des Amtsrichterhauses vorgestellt. Hier könnte eine Begegnungsstätte eingerichtet werden mit Ausstellungen, Workshops und einem Kulturcafé, in dem behinderte Menschen Arbeitsplätze finden können.



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