08-06-09
Dieter Dreyer zum Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes wiedergewählt
Geesthacht (ud) – Die 38 Ortsvereine des Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg mit 7.192 Mitgliedern sind bis auf den Rettungsdienst ausschließlich ideell ausgerichtet. Sie leisteten im vergangenen Geschäftsjahr eine engagierte ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeit, betonte der Kreisvorsitzende des DRK, Dieter Dreyer, im Rahmen der Jahreshauptversammlung in Geesthacht.
Neben den aktiven Mitgliedern seien aber auch möglichst viele fördernde Mitglieder für eine ideelle und finanzielle Unterstützung wichtig. Durch professionelle Werbung konnten die Mitgliederzahlen in den Ortsvereinen um fast acht Prozent gesteigert werden. Leider gestalte sich dagegen der Erhalt der Ortsvereine problematisch. Im letzten Jahr musste der Kreisverband selbst die Vorstandsämter für den Ortsverein Linau übernehmen, um eine Ortsvereinsauflösung zu vermeiden. Der Präsident des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Henning Kramer, wies darauf hin, dass der Rettungsdienst die größte Arbeit in Schleswig-Holstein für das DRK darstelle. Er sei auch die schwierigste Position im Aufgabenfeld, da nur sechs der fünfzehn Kreisverbände den Rettungsdienst in ihrem Programm hätten. Daher sei es wichtig, dass dieses Hauptaufgabenfeld insbesondere durch Vernetzung effektiver und dadurch konkurrenzfähig wird und erhalten bleibt. Kramer betonte, dass die ehrenamtliche Arbeit die Basis des DRK sei.
Der Schlüssel für ein erfolgreiches Agieren des DRK läge aber in der Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. »Das eine kann nicht ohne das andere. Darin liegt der Schlüssel zum Erfolg des DRK.« Dieter Dreyer, der bei den Wahlen mit 60 Stimmen von 76 Wahlberechtigten in seinem Amt gegen einen Gegenkandidaten (Martin A. Provinski – Ortsverband Geesthacht erhielt neun Stimmen) bestätigt wurde, berichtete, dass der hauptamtliche Rettungsdienst über 20.000 Mal in der Notfallrettung und im Krankentransport zum Einsatz gekommen ist. Alle elf Rettungswagen, der Krankentransportwagen und die drei Notarzteinsatzfahrzeuge seien bei den anfallenden Einsätzen zeitgerecht und erfolgreich eingesetzt worden. Der Kreisverband habe auch wirtschaftlich wieder erfolgreich gearbeitet und zurückgelegtes Geld für Bauvorhaben in Berkenthin sicher und solide angelegt. Die schnelle Entscheidung zum Aufbau einer Dienstleistungs-GmbH, die aufgrund der vom Kreis erteilten Lizenz für einen privaten Betreiber von Krankentransporten in Geesthacht getroffen werden musste, sei genau richtig gewesen. Ende 2008 wurde diese private Einrichtung vom Kreisverband übernommen. Der neuen Gesellschaft wurde jetzt auch für den Nordkreis eine Lizenz erteilt. Mit den Krankentransporten, dem Rettungsdienst und den privaten Krankentransporten könne jetzt das ganze Kreisgebiet abgedeckt werden. Erweiterungen etwa wie Essen auf Rädern in Ratzeburg oder Intensivierung des Hausnotrufes oder auch Behindertentransporte seien im Gespräch. Die wirtschaftliche Betätigung habe erst in diesem Jahr richtig begonnen – die ersten Ergebnisse seien durchweg positiv.
Über die Entscheidung des Kreises, die Provisorien der Rettungswachen in Geesthacht und Lehmrade zu ändern, sei der Kreisverband besonders froh. Ebenfalls als erfreulich bewertete Dreyer den Ausgang der schwierigen und langwierigen Verhandlung zur Bezahlung des Rettungsdienstes. Er wies besonders darauf hin, dass zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung ohne Gewerkschaftsbeteiligung eine Einigung erzielt werden konnte. »Der von der Gewerkschaft initiierte Warnstreik war damit absolut entbehrlich.«
Für 2009 seien neue Ideen und Gedanken erarbeitet worden. Eine Beteiligung des DRK am Nachmittagsprogramm der Ganztagsschulen sei etwa ein Thema. Dieter Dreyer regte an, einer Einladung des Blutspendedienstes zu folgen. Die Zahl der Blutspenden ist mit 123 Terminen auf das tolle Ergebnis von 11.700 gestiegen.
Anträge der Ortsverbände Schwarzenbek, Geesthacht und Wentorf wurden zurückgenommen. Über die Anträge, bei denen es in erster Linie um finanzielle Bedürfnisse der Ortsverbände ging, die aus dem Rahen des Ehrenamtes herausfallen, solle intern noch beraten werden, informierte Kreisgeschäftsführer Martin Turowski.
Die Mitgliederversammlung ernannte den stellvertretenden Vorsitzenden und Justitiar Wolfgang Horbach für seine 42-jährige Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg. Alexandros Arawidis wurde mit einer Stimmenthaltung zu seinem Nachfolger gewählt.
Für 50 Jahre Treue zum Ehrenamt des DRK wurde Klaus Jacobsen ausgezeichnet. Ebenso wurden Hans-Heinrich Schulz für 40 Jahre und Peter Hansen für 30 Jahre geehrt.