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27-04-10

Erster Spatenstich gibt Startschuss für Familienzentrum Lauenburg

 


Mit dem symbolischen ersten Spatenstich durch Architekt Ulrich Zeiger, Abteilungsleiter im Innenministerium Norbert Scharbach, Bürgermeister Harald Heuer und dem Landesvorsitzenden der AWO, Heinz Welbers (v.li.), beginnen die Arbeiten am Familienzentrum Lauenburg. Foto: Ute Dürkop

Lauenburg (ud) – Die ungewöhnlich lange Geschichte des für Lauenburg geplanten Familienzentrums hat jetzt ein gutes Ende gefunden. Darin waren sich Architekt Ulrich Zeiger, der bereits 2007 die Pläne für den Umbau des Bonhoefferhauses gemacht hatte, die dann aufgrund des Ausstiegs der Kirche wieder verworfen wurden, und Bürgermeister Harald Heuer einig. Mit dem ersten Spatenstich kann jetzt damit gerechnet werden, dass im nächsten Jahr die Einweihungsfeier des Familienzentrums stattfinden wird. Zahlreiche Besucher, darunter Vertreter der AWO, viele Kommunalpolitiker und die Landtagsabgeordneten von SPD, Olaf Schulze (SPD) und Markus Matthießen (CDU) waren zum feierlichen ersten Spatenstich auf die Baustelle gekommen.

Der avisierte Innenminister Klaus Schlie ließ sich durch den Abteilungsleiter im Innenministerium Norbert Scharbach vertreten. Das Projekt mit einem Gesamtkostenrahmen von 3,3 Millionen Euro wird durch Förderung aus dem Städtebauförderungsprogramm »Soziale Stadt« mit 2,3 Millionen Euro und Förderung zum Krippenbau mit rund 470.000 Euro gestützt. Die kommunale Kofinanzierung, die sich mit weiteren Eigenanteilen der Stadt auf insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro summiert, sei in dieser Summe enthalten, so Heuer.

Lauenburgs Bürgermeister betonte, dass die Bereitstellung von Finanzen aus dem gebeutelten Stadtsäckel ein Hinweis darauf sei, wie groß und wichtig das gesellschaftliche Miteinander in Lauenburg, das sich bereits durch den im Kreis einmaligen Sozialfonds zu erkennen gegeben habe, genommen wird. Träger des Familienzentrums wird die AWO. Der Schwerpunkt der Arbeit soll in der Prävention liegen, erläuterte der Landesvorsitzende Heinz Welbers. Es werde eng mit anderen Einrichtungen und dem Ehrenamt der AWO zusammengearbeitet, um den Grundgedanken der Prävention als Zielsetzung für die Verbesserung der Lebensbedürfnisse benachteiligter Kinder umzusetzen. Auf 1.350 Quadratmetern Nutzfläche und 2.400 Quadratmetern Spielfläche im Außengelände wird es im Familienzentrum alle notwendigen Räume für sechs Regelgruppen und zwei weitere Krippengruppen geben.

Darüber hinaus bietet die AWO Familien- und Erziehungsberatung für Selbsthilfepotenziale und bei Überforderung. Ein Eltern-Kind-Café sowie Ehe-, Sucht- und Schuldenberatung sind ebenfalls eingeplant, erläuterte Welbers. Freizeitangebote, Sprachkurse und Soziale Dienste für Migranten werden das Angebot abrunden.



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