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22-09-09

Lauenburg ist touristisch auf einem guten Weg

Schrägaufzug als weiterer Schritt in die richtige Richtung gewertet


Nadja Biebow, von der Touristinformation der Stadt Lauenburg, sieht im Schrägaufzug eine wichtige Voraussetzung zur Förderung des Fremdenverkehrs in der Stadt. Foto: Ute Dürkop

Lauenburg (ud) – Der Erfolg bestätigt das Konzept der Lauenburger Touristmanagerin Nadja Biebow. Die Stadt Lauenburg ist in der touristischen Vermarktung ihrer besonderen Lage im Dreiländerkreuz an Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal mit der historischen Altstadt, der Nutzung der Traditionen und den Angeboten im Bereich von Schifffahrt und Radtourismus auf dem richtigen Weg.

Das belegen die Übernachtungszahlen von 11.542 Gästen. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent gestiegen. Entgegen dem Kreistrend verzeichnet Lauenburg, trotz Wirtschaftskrise, eine Steigerung um 0,6 Prozent (im Kreis nur 0,3 Prozent). Diese Zahlen würden, so Günter Schmidt von der Lauenburg Marketing- und Servicegesellschaft (HLMS) von Übernachtungsbetrieben ermittelt, die mehr als neun Betten anbieten. Die Übernachtungen in Privatquartieren werden nicht erfasst. Genutzt wurden vor allem die Pauschalangebote, wie etwa das Schifffahrtsdiplom, berichtete Biebow im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Wirtschaft und Tourismus.

Hier ist eine Steigerung um 50 Prozent zu verzeichnen. Der neue Internetauftritt der Stadt habe vermehrt zu Rückfragen geführt. Tagestouristen und Radurlauber, die meist nur einen oder zwei Tage in der Stadt bleiben, nutzen gern die Angebote und kommen vermehrt in die Tourismusinformationsstelle am Schloss.

Die Tourismusmanagerin ist im Beirat des Elberadweges und nutzt die Möglichkeiten der Mitsprache für Lauenburger Belange. Gerade der Fahrradtourismus auf dem jetzt zum beliebtesten Radweg Deutschlands gewählten Elberadweg, wirkt sich in Lauenburg überaus positiv aus. Günter Schmidt erläuterte, dass jeder Tourist, der in Lauenburg übernachtet, im Durchschnitt 79 Euro ausgibt. Bei Tagestouristen sind es 32 Euro.

Der Tourismus etabliere sich verstärkt als wichtiger wirtschaftlicher Impuls und würde, rein rechnerisch für Lauenburg, 90 Vollzeitarbeitsplätze ergeben.
Bei aller positiven Resonanz kämen aber auch vermehrt Kritiken in der Tourismusinfo an.

Neben der Sauberkeit im Stadtbild, dem Fehlen öffentlicher Toiletten und der Tourismusinfo in der Elbstraße sowie kaum Service für Radfahrer, wurde auch vermehrt die Barrierefreiheit bemängelt. Der beschwerliche Weg von der Unterstadt in die Oberstadt sei ein wesentliches Thema, so Biebow. Günter Schmidt stimmte ihr zu und plädierte ebenfalls für den Schrägaufzug mit Tourismusinformation.

Am Schloss sollte aber eine Anlaufstelle für die Gäste bleiben. Lauenburg könne es sich nicht leisten, auf dieses Bindeglied zwischen Altstadt und Oberstadt zu verzichten. »Der Schrägaufzug ist eine Riesenchance für Lauenburg«, so Schmidt. Er kenne eine ähnliche Situation aus Marburg. Dort habe sich der Aufzug überaus positiv ausgewirkt.



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