29-09-09
Lauenburger entscheiden sich gegen den Schrägaufzug
Lauenburg (ud) – Großer Jubel bei den Gegnern des Schrägaufzuges, die gespannt im Vorraum des Schlosses die Auszählung der 13 Stimmbezirke verfolgten. Bereits nach der Bekanntgabe der Auszählung des ersten Wahlkreises wurde deutlich, dass sich die Lauenburger gegen den Bau des Schrägaufzuges entschieden hatten. Am Ende waren es dann 4.112 stimmberechtigte Bürger, das sind 66,7 Prozent, die gegen den Schrägaufzug stimmten. Damit ist das Aus für Lauenburgs Hoffnungsprojekt besiegelt, so Bürgermeister Harald Heuer. Es sei eine demokratische Lösung herausgefordert worden und jetzt müsse man die Entscheidung der Bürger als höchstes Gremium akzeptieren. Frühestens in zwei Jahren könne erneut über das Projekt gesprochen werden. Das sei mit ihm aber in seiner Amtszeit nicht mehr zu machen, entschied Lauenburgs Bürgermeister.
Die Lauenburger Wähler haben die Entscheidung um das Schrägaufzugprojekt, wie die Wahlbeteiligung mit 68,5 Prozent beweist, sehr ernst genommen. Die meisten Befürworter gab es im Wahlbezirk Pestalozzischule. Dort entschieden sich von den 233 Wählern 103 (44,4 Prozent) für und 129 gegen den Aufzug. Im Bezirk Jugendherberge/Zündholzfabrik dagegen stimmten 74,4 Prozent, das sind 174 von 234 Wählern, gegen das Projekt.
Georgius Papadopoulos war wie weitere 4.112 Lauenburger gegen den Schrägaufzug. Er passe nicht ins historische Stadtbild und außerdem bezweifele er, dass viele Menschen mit dem Aufzug fahren würden.
Achim S. (Name der Redaktion bekannt) wohnt seit zehn Jahren direkt an der Fährtreppe. Er habe an einem Sonntag mal gezählt, wie viele Menschen die Treppenstufen benutzen.
Etwa 400 seien es gewesen, die teilweise stöhnten und nachfragten, ob es keine bequemere Lösung in der Stadt gebe, um von oben nach unten und umgekehrt zu kommen.