28-06-10
300 Bürger aus Lauenburg und der Region demonstrieren gegen die LKW-Belastung
Lauenburg (ud) – Die Mitglieder des Bürgeraktionsbündnisses »Lauenburgs reichts« hielten sich ganz an ihren Leitspruch: »Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.« Um 17 Uhr formierten sich rund 300 Teilnehmer zur ersten Demonstration vom Bahnhof entlang der Hafenstraße bis zum Heideweg. Bereits nach der ersten Viertelstunde standen in Lauenburg alle Räder still. Lange Rückstaus Richtung Hohnstorf und auch die B 5 war Richtung Innenstadt komplett dicht und zwar sowohl für den Verkehr aus Richtung Boizenburg als auch für Fahrzeuge aus Richtung Schnakenbek. Dazu hatte natürlich auch die Baustellensituation im Stadtgebiet beigetragen.
Zahlreiche Bürger hatten Transparente gemalt, die sich aber alle glichen: »Runter mit dem Schwerlastverkehr von der B 5«, war die übereinstimmende Aussage der Beschriftungen. Ob es nun Anwohnern aus Neu Gülze in Mecklenburg-Vorpommern oder aus Schnakenbek und Lauenburg waren, alle sind am Ende mit ihrer Geduld und fordern die Politik massiv zum Handeln auf.
So erzählte Schnakenbeks Bürgermeister Christian Pehmöller, dass in Schnakenbek die LKW-Belastung besonders spürbar ist. Die B 5 läuft direkt durch das Dorf. Der Verkehr wird kaum durch Ampeln gebremst, so dass autobahnähnliche Situationen an der Tagesordnung sind.
Vier Wochen wollen die BAB-Mitglieder noch warten, bis sie erneut, und zwar mit noch mehr Druck, auf die Straße gehen werden. Heinz Victor vom BAB appelliert an den Kieler Verkehrsminister, endlich die Karten auf den Tisch zu legen und mit der Sprache herauszurücken, wo und wann genau welches Schild aufgestellt wird. Die Landtagsabgeordneten Olaf Schulze (SPD) und Markus Matthießen (CDU) haben den Bürgerauftrag, die berechtigten Forderungen mit nach Kiel zu nehmen. »Es geht doch nicht an, dass wir um das Leben unserer Kinder fürchten müssen, weil Speditionen Geld und Zeit sparen wollen«, argumentiert Renate Clausen.