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01-06-10

Große genehmigte Demo startet am 24. Juni um 17 Uhr

 


Heinz Victor (Koordinator des BAB) und der Landtagsabgeordnete der SPD, Olaf Schulze, waren sich in der Bewertung der Situation einig. »Den Lauenburgern bleibt nichts anderes übrig als zu demonstrieren«.Foto: Ute Dürkop

Große genehmigte Demo
startet am 24. Juni um 17 Uhr
Lauenburg (ud) – »Lauenburger haben nur die Chance, sich selber zu helfen, von anderer Seite kommt weder Verständnis noch Hilfe«, war das Resümee des Landtagsabgeordneten Olaf Schulze (SPD) nach der Versammlung des Bürgeraktionsbündnisses »Lauenburg reicht's« (BAB). Rund 60 der insgesamt über 700 Mitglieder des BAB diskutierten mit dem Direktor der Landesbetriebe Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Torsten Conradt, im Halbmond.
Für die Beschwichtigungsversuche, die Conradt mit den Worten formulierte, dass Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) wohl etwas ehrgeizig war mit dem Versprechen, Verbotsschilder für LKW über 12 Tonnen innerhalb von sechs Wochen aufzustellen, hatte er zumindest die Lacher auf seiner Seite. Anders war es dann bei der Frage nach Lärmschutz und der Forderung des Durchfahrtsverbots für LKW über 7,5 Tonnen. Lauenburg erfüllt nicht die notwendigen Voraussetzungen. Die Bürger müssten akzeptieren, dass es Be-
rechnungsverfahren gibt, die für alle gleich sind. Was in Lauenburg durch Verkehrsbelastung und dem daraus resultierenden Lärm passiert, rechtfertigt keine Maßnahmen für Lärmschutz. »Noch sind keine Randbedingungen erreicht. Ähnlich sei es mit der Forderung nach dem Durchfahrtsverbot ab 7,5 Tonnen. Dafür müsse die Straßenverkehrsordnung geändert werden, und das ist nicht realisierbar, führte Torsten Conradt aus.
Diese Äußerungen schürten den Zorn der Anwesenden, die sich nach den Worten von BAB-Koordinator Heinz Victor wieder kräftig verschaukelt fühlen.
Olaf Schulze äußerte sein Unverständnis darüber, dass erst Mitte Juni Gespräche mit den Nachbarbundesländern in Kiel geführt werden sollen. Hat man den Lauenburgern mit dem Ministerverspechen, das offensichtlich freihändig ohne Rückkoppelung von de Jager gegeben wurde, eine Beruhigungspille verabreicht? fragte er. »Hätte der Minister gesagt, wir prüfen und sehen dann weiter, wäre das ehrlich und eine Basis gewesen«, kritisierte Schulze. Der ebenfalls anwesende Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU) nahm seinen Parteifreund de Jager in Schutz. Das dauert eben seine Zeit. Großräumige Sperrungen sind nicht einfach so zu realisierten, rechtfertigte er die mittlerweile von sechs auf zwölf Wochen überschrittene Frist. Das Bürgeraktionsbündnis setzt auf die Kraft ihrer Mitglieder. »700 Lauenburger sind nicht so einfach unter den Tisch zu kehren, wir werden uns wehren und demonstrieren«, so Heinz Victor. Er appellierte an alle Bürger, am 24. Juni an der genehmigten Demo mit Plakaten und Ähnlichem teilzunehmen. Gestartet wird um 17 Uhr am Bahnhof. Von dort geht es die B 5 entlang bis zur Postkreuzung und eventuell bis zum Lidl-Kreisel.



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