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26-01-10

Zukunftsweisendes Konzept für Hafencity Geesthacht

 


Professor Volkwin Marg erläutert die Pläne des Siegerentwurfs.Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – Der erste Schritt in Richtung Bebauung des Westhafens in Geesthacht ist getan. Am 14. Januar fiel die Entscheidung des siebenköpfigen Preisgerichtes für den Entwurf der Hamburger Architekten und Stadtplaner Spengler – Wiescholek. Der angesehene Architekt Professor Volkwin Marg von GMP Gerkan, Marg & Partner aus Hamburg führte den Vorsitz des Preisgerichtes, in dem unter anderem Bürgermeister Volker Manow und Vertreter der Fraktionen vertreten waren.

 
Ingrid Spengler und Fredo Wiescholek haben mit ihrem robusten, praktikablen und flexiblen Konzept die Jury überzeugt. Eine Verbesserung der Kopfstücke beziehungsweise Endreihenhäuser Richtung Hafen empfahl Professor Volkwin Marg, in dem die Sicht auf das Wasser stärker betont wird. Ebenso fehlt eine präzise Beantwortung der Frage des Jahrhunderthochwassers, hier wären nach seiner Meinung Warften eine sinnvolle Bebauung.
Von den insgesamt sechs Entwürfen war der zweite Platz ein sehr visionärer mit hohen Risiken bei der Vermarktung. »Das kann man politisch keinem zumuten«, war die klare Meinung von Volkwin Marg. Volker Manow: »Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Insbesondere die Situation an der Steinstraße ist überzeugend gelöst.« Die Stadtplaner haben mittels eines breiten Grünstreifens, daran angrenzenden Parkplätzen und viergeschossigen Bauten eine gute Lösung zur Schalldämmung gefunden. Überall auf dem überplanten Gelände mit 450 Wohnungen und Reihenhäusern werden die Bewohner Blickbeziehungen zum Wasser haben, direkte und gefühlte, wie Professor Volkwin Marg ausführte. Sich ändernde Wohnformen und Ansprüche in den fünfzehn bis zwanzig Jahren der Realisierung, wie beispielsweise den Bau einer Seniorenwohnanlage, ist flexibel umsetzbar. Die Ausführung wird in acht Teilabschnitten mit etwa 93.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche geschehen.


»Städtebau ist ein Prozess, Architektur meint immer das Objekt«, sagte Volkwin Marg und wies auf die Entwicklung des Geländes von Ost nach West hin, bei dem zu unterschiedlichen Zeiten ungleich intensiv gebaut werden könne. Die Architektin Ingrid Spengler zu ihrem Konzept: »Eine solche Lage gibt es selten, der Ort ist genial, daher sollten möglichst alle Einheiten aufs Wasser blicken.« Das in Hamburg-Altona ansässige Architektenbüro Spengler – Wiescholek hatte in der Vergangenheit unter anderem durch die Grundschule in der Hafencity mit dem auf dem Dach befindlichen Pausenhof sowie den beweglichen Bühnen auf dem Spielbudenplatz in Hamburg von sich Reden gemacht.


Dieser neue Stadtteil von Geesthacht wird ebenfalls etwas ganz Besonderes werden, jedoch sind zuvor noch einige Hindernisse zu überwinden. »Die Ratsversammlung muss das Ergebnis absegnen«, sagte Volker Manow aufgrund der Mitwirkung der Fraktionen bei der Urteilsfindung optimistisch. Natürlich wird auch der erste Entwurf weiter vertieft und Schwachpunkte beseitigt werden, ein neuer Bebauungsplan muss entwickelt und verabschiedet werden. »Um dieses städteplanerische Konzept umzusetzen, sind Gespräche mit den Eigentümern der Grundstücke, die nicht in städtischer Hand sind, zu führen«, gab sich der Bürgermeister zuversichtlich. Außerdem müssen Investoren für die innovative Hafencity Geesthacht gefunden werden. Die sechs Entwürfe des Wettbewerbs können bis zum 14. Februar im Schaufenster des Gebäudes Bergedorfer Straße 32 in Geesthacht eingesehen werden.



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