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27-10-09

Gut gerüstet für den Winter

 


Einsatzleiter Volker Rosenberg unter dem mit 150 Tonnen befüllten Streusalz-Silo.Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – »Wir verbrauchen nur noch ein Drittel des Salzes, das wir noch vor fünfzehn Jahren verbraucht haben«, erläutert Volker Rosenberg, Einsatzleiter Winterdienst der Stadt Geesthacht. Das liegt keineswegs an den milderen Wintern, sondern an der besseren Technik der Streufahrzeuge. »Mittels Thermokamera an den Fahrzeugen wird die Temperatur des Bodens ermittelt und genau errechnet, welche Mengen Salz wir pro Quadratmeter verwenden müssen«, erklärt er. Frank Thomas Meyer, Leiter der Städtischen Betriebe geht ins Detail: »Wo wir früher 15 bis 20 Gramm pro Quadratmeter gestreut haben, verwenden wir heute nur fünf Gramm Salz.« In der Zeit vom 15. November bis 30. März ist der Winterdienst der Stadt mit insgesamt fünfzehn Fahrzeuge und 42 Mann unterwegs.

 
Vier kleine und drei große Fahrzeuge sowie acht Personenkraftwagen sorgen für die Sicherheit auf den Straßen im Stadtgebiet Geesthacht und auf der B5 in Grünhof-Tesperhude. Gearbeitet wird in zwei Schichten rund um die Uhr. »Im letzten Winter haben wir 400 Tonnen Streusalz verbraucht«, sagt Volker Rosenberg. Und Frank Thomas Meyer ergänzt: »Da ging es im Januar und Februar erst richtig los.«


In einem Silo auf dem Bauhof werden derzeit 150 Tonnen Streusalz gelagert. Bei der Vorhersage von Eisregen rücken die Fahrzeuge prophylaktisch aus, ansonsten wird zwischen 2 und 3 Uhr die Wetterlage kontrolliert und dann zwischen 3 und 4 Uhr das erste Mal gestreut. »Damit ist in aller Regel der Berufsverkehr gesichert«, sagt Frank Thomas Meyer. Gestreut wird normalerweise bis abends 22 Uhr, aber es kann auch vorkommen, dass die Polizei wegen eines liegengebliebenen Lastkraftwagens anruft. »Dann fahren wir natürlich auch sofort los«, berichtet Volker Rosenberg.
Mehrere Routen werden entsprechend der Prioritäten angefahren, als erstes die Hauptverkehrsstraßen, Busstrecken und Schulwege, als letztes die Anwohnerstraßen. Natürlich sind die Fahrzeuge das ganze Jahr über in Betrieb und Anfang November werden sie auf den Winterdienst umgerüstet. Interessant auch, dass die Touren über GPS alle aufgezeichnet werden. Frank Thomas Meyer kann genau sehen, wann welches Fahrzeug in welche Straße gefahren ist, wann wieder raus, mit welcher Geschwindigkeit und welche Streumenge und Streubreite verwendet wurde. »Wir haben eine Nachweispflicht und so können wir alles lückenlos belegen«, sagt der Betriebsleiter.

 
Neben den Verpflichtungen der Stadt hat aber auch der Bürger eine Streupflicht. Eigentümer von Grundstücken sind gesetzlich verpflichtet, Gehwege entlang ihrer gesamten Liegenschaft in der Zeit von 8 bis 20 Uhr und an Sonn- u. Feiertagen von 9 bis 20 Uhr von Schnee und Eis zu säubern und bei Glatteis zu bestreuen. Diese Verpflichtung kann an Mieter delegiert werden, verantwortlich bleibt jedoch immer der Grundeigentümer. Die Verwendung von Streusalz ist auf den Gehwegen nicht zulässig. Detaillierte Informationen können im Internet unter www.geesthacht.de/Rathaus nachgelesen werden.



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